FIRMENGESCHICHTE

Geschichte

Am 10.08.1978 gründete Dr.-Ing. P. K. Gauer die Institut Dr.-Ing. Gauer Ingenieurgesellschaft für Forschung und Baustoffprüfung (IFB Gauer) in Regens­burg.

Gegenstand des Unternehmens war „Die ­Ausführung von Ingenieurleistungen auf dem Gebiet des Hoch-, Tief-, Wasser- und Straßenbaus, insbesondere die Durch­führung von Materialprüfungen an orga­nischen und anorganischen Baustoffen sowie Forschungsaufträgen und Ent­wicklungen für die Industrie und für öffentliche Auftraggeber.“

Bald darauf erhielt das Institut die für die Durchführung insbesondere von Kontrollprüfungen erforderliche Aner­kennung gemäß den „Richtlinien für die Anerkennung von Prüfstellen im Straßen­bau“, abgekürzt RAP Stra.

Verlässlichkeit, Flexibilität, hervorra­gendes Fachwissen und vor allem die wirtschaftliche Unabhängigkeit von staat­lichen und industriellen Einrichtungen machten das Institut zu einem vielbe­schäftigten Partner von Planern, Verwal­tung und Baufirmen.

1993 zog das inzwischen auf über 20 Ingenieure, Techniker, Laboranten und sonstige Mitarbeiter angewachsene Team des Instituts in das neu erbaute Labor- und Verwaltungsgebäude in der Guten­bergstraße in Regenstauf.

Von 2004 bis 2009 zog sich Dr. Gauer nach und nach aus der Geschäftsführung zurück. Seine langjährigen Geschäftspart­ner übernahmen die Gesellschaftsanteile und heute wird das Institut von den zwei Geschäftsführern Dr.-Ing. M. Schmalz und Dipl.-Geol. J.J. Völkl sowie dem Pro­ku­risten Dipl.-Ing. A. Riechert geleitet.

Prüftätigkeit

Im Auftrag der öffentlichen Hand und privater Bauherren führt das Institut Qua­litätssicherung, Überwachung, Kontroll­prüfung und Schiedsuntersuchungen an Bau­stoffen wie Gesteinskörnun­gen, Bin­de­mittel, Asphalt, Beton, Erdbau und Pflaster durch.

Aufgrund der breiten Fachkenntnis werden außerdem Gutachten erstattet, Expertisen und Stellungnahmen zu Schäden oder den Ursachen von Schadensfällen erstellt oder Beweissicherungen durch­geführt.

Die Feststellung von Zusammenset­zung und Eigenschaften von Baustoffen reicht heutzutage oft nicht mehr aus. Die europäischen Normen brachten den Begriff der „Performance-Prüfung“ nach Deutschland. Dabei werden nicht einzelne Stoffe oder Produkte geprüft, sondern ganze Systeme unter komplexen Be­dingungen hinsichtlich ihres Ge­brauchs­verhaltens geprüft.

Voraussetzungen hierfür sind nicht nur komplizierte Prüfmaschinen, sondern auch ein hohes Maß an Sachkompetenz und Fachwissen. Das Institut sichert sich diese Ressourcen unter anderem durch die engagierte, teils leitende Mitarbeit in den Gremien der Forschungsgesellschaft, des Deutschen Asphaltinstitutes und –ver­bandes, der IHK Regensburg, der Bayeri­schen Ingenieurekammer Bau und des Bundesverbandes unabhängiger Prüfstel­len Baustoffprüfer werden im Institut selbst ausgebildet.

Ingenieurleistungen

Im Verbund mit weiteren Ingenieurbü­ros bietet das Institut umfassende Leis­tungen zur Straßenerkundung und Zu­standsfeststellung an. Das Instrumenta­rium reicht von der visuellen Beurteilung über zerstörungsfreie Prüfungen mit Georadar, Feststellung der Tragfähigkeit mit Falling-Weight-Deflectometer, Lärm­mes­sungen und Messung der Griffigkeit bis hin zur Bohrkernentnahme und dem Öffnen von Fenstern.

Eine der Stärken des Instituts ist die Fähigkeit zur interdisziplinären Zusam­menarbeit. Diese ist beispielsweise von besonderer Bedeutung bei der Konzep­tion, dem Einbau und dem Betrieb von lärmmindernden Deckschichten in- und außerorts.

Diese Beläge zählen zu den größten Herausforderungen im Straßenbau. Nicht nur im Laboratorium, auch bei der Pro­duktion der Gesteinskörnungen, der Herstellung und dem Einbau des Asphal­tes sind bei Qualitätssicherung und Ab­nahmeprüfung neue Wege zu beschreiten.

So hat es sich bewährt, schon bei der Planung die Besonderheiten dieser Bau­weisen wie z. B. Wasserabführung oder die Notwendigkeit einer Abdichtung der Unterlage zu berücksichtigen. Auch bei der Wahl der Baustoffe und der Erstellung der Erstprüfung für die Binder- und Deck­schichten steht das Institut zur Verfügung. Schlussendlich sorgen eine asphalttech­nologische Begleitung des Einbaus und eine effektive Qualitätskontrolle ein­schließlich der Kontrollprüfungen an Mischgut und Bohrkernen für eine hohe Ausführungssicherheit. Auf diese Art und Weise wurden bereits Projekte in mehre­ren Städten erfolgreich abgeschlossen.

Ein weiteres Geschäftsfeld bilden die Kontrollprüfungen und Begutachtungen in den Bereichen Beton, Erd- und Depo­niebau sowie bei Gesteinskörnungen und ungebundenen Schichten. So führten die Mitarbeiter des Instituts die Überwachung und Beratung für Fahrbahnen aus Beton für verschiedene Autobahnstrecken und für die Herstellung der Vorfelder aus Beton am Terminal 2 des Franz-Josef-Strauss-Flughafens München-Erding und anderer Flugplätze durch.

Im Bereich Erdbau war das Institut als Obergutachter der Deutschen Bahn AG, Zentrale Frankfurt, auf der ICE-Strecke Nürnberg-Ingolstadt tätig.

Im Deponiebau werden Überwachungen und Beratungen sowohl bei Asphaltab­dichtungen als auch bei dem klassischen Deponiebau mit Tonabdichtungen von öffentlichen Auftraggebern, Kommunen und Baufirmen in Anspruch genommen.

Die Industrie greift immer wieder auf die Leistungen des Institutes bei der Begut­achtungen von Steinbrüchen zurück.

Zunehmend wird das Institut in die Prü­fung von Betonsteinwaren, Pflaster und Natursteinwaren im Rahmen der werksei­genen Produktionskontrolle von den Herstellern eingebunden.

Dank der Zulassungen für die Fremd­überwachung als PÜZ-Stelle nach Län­derbauordnung für Beton und die Zulas­sung nach Bauproduktengesetz als Noti­fied Body europaweit für Überwachungen und Zertifizierungen von Asphalt- und Gesteinskörnungen wuchs die Leistungs­fähigkeit des Instituts auch auf europäi­scher Ebene.

Sonderarbeitsgebiete

Besondere Verantwortung übernimmt das Institut regelmäßig bei der Fremd­überwachung beim Bau von Deponieab­dichtungen aus Asphalt und von Automo­bilteststrecken.

Asphaltabdichtungen sind für viele Deponiebetreiber interessant, weil sie neben der Dichtwirkung eine hohe mecha­nische Stabilität aufweisen und sich für verschiedene Nutzungen eignen. So wurden auf vom Institut betreuten Depo­nieabdichtungen schon Industriehallen gebaut, Recyclinghöfe betrieben und Kompostplätze eingerichtet.

Von 1994 bis zur offiziellen Einwei­hung 1998 war das Institut am Projekt Prüfgelände Papenburg der Daimler­CryslerAG beteiligt. Als direkt dem Auf­traggeber bzw. der Projektleitung unter­stellter und dem Planungs- und Baulei­tungsstab zur Seite stehende Instanz waren die Aufgaben des Instituts vielfäl­tig. Dimensionierungsberechnungen, Materialsauswahl, Materialprüfung und Kontrolle der Einbauleistung waren wesentliche Eckpfeiler der Zusammenar­beit.

Seit dieser Zeit gilt das Institut als Spe­zialist für Automobilteststrecken. Ob Hochgeschwindigkeitsstrecken mit Steil­kurven, Fahrdynamikflächen, Akustik-Beläge oder Bremsmessstrecken, Renn­streckennachbauten oder Handlingkurse – die Fachleute des Instituts haben den Bauherrn von AUDI, BMW, DaimlerChrysler, Porsche und VW tatkräftig gehol­fen, ihre hohen Genauig­keits- und Qualitätsanfor­derungen zu erfüllen.

Forschung

Im Institut werden regelmäßig For­schungsarbeiten und Produktentwicklun­gen durchgeführt. Im Regelfall haben diese Forschungen einen engen Bezug zur Praxis. Beispielsweise wurde ein Labor­prüfverfahren für die Prüfung und die Prognose der Griffigkeit von Straßenober­flächen entwickelt.

Auch im Rahmen der Euro­päischen Nor­mung ist das Institut mit Ringversu­chen zur Bestimmung der Präzision von performance-orien­tierten Prüfverfahren wie Spurbildungsversuch, Druckschwell­versuch und Stempeleindringversuchen zur Bestimmung der Wärmestand­festig­keit von Asphalten wie auch bei der „Bestimmung der Wasserempfindlichkeit von feinen Gesteinskörnungen - Schüttel­abrieb-Ver­fahren“ beteiligt.

Unser Leitbild

Mit engagierten Mitarbeitern setzen wir die Inhalte des „Leitbildes Bau“ – Qualität, Innovation, Kooperation, Nach­haltigkeit und Qualifikation in die Praxis um. Wir folgen damit den Grundsätzen unseres Unternehmensgründers, der davon überzeugt war, dass eine private Prüfstelle allein durch ihre Unabhängig­keit, Sachverständigkeit und Sorgfalt ein Ansprechpartner für alle am Bau betei­ligten sein kann.

Ob Planer, Bauherr oder ausführende Firma, oberstes Ziel ist immer eine vertrauensvolle Zusammenarbeit – dafür steht der Name IFB Gauer seit 1978.