Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle für Asphalt für Deponieabdichtungen


Das Institut Dr. Gauer ist als eines von zwei privatwirtschaftlich geführten Instituten in Bayern mit Bescheid des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren (AZ IIB10-4143.0-007/95) vom 26.09.1997 gem. Artikel 28 Absatz 1 Nr. 3 und 4 der Bayerischen Bauordnung (BayBO) als Überwachungs- und Zertifizierungsstelle für Asphalt für Deponieabdichtungen anerkannt.

Die Anerkennung gilt in allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland nach den Bestimmungen ihrer Landesbauordnungen.

Referenzen Deponiebau

Hintergrundinformation:

Im Wasserbau hat sich der Asphalt als Abdichtungsschicht schon seit vielen Jahrzehnten bewährt. Viele Millionen Quadratmeter Oberflächenabdichtung aus Asphalt schützen Dämme von Kanälen und Becken von Trinkwasserspeichern oder Pumpspeicherwerken. Nicht selten werden Asphaltschichten auch als Oberflächen oder Kernabdichtung in Staudämmen eingesetzt. Im Gegensatz dazu bestand bis 1996 die sogenannte Regelabdichtung bei Deponien aus Ton- oder lehmhaltigen Schichten mit einer darüberliegenden Kunststofffolienabdichtung.

Auf Antrag des Deutschen Asphaltverbandes beschäftigte sich das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin seit 1993 mit der Abdichtung von Deponien mit Asphaltschichten. Nach vielen Gutachten und einer intensiven Erfahrungssammlung erteilte das DIBt im Jahre 1996 die

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Nr. Z-67.11-1: Deponieasphalt für Deponieabdichtungen für Deponien der Deponieklasse II, z. B. Hausmülldeponien.

In den zugehörigen vier Merkblättern werden die Qualitätsanforderungen an den Deponieasphalt und die Maßnahmen für die Qualitätssicherung bei Herstellung, Lagerung Transport und Einbau des Dichtungsasphaltes definiert. Wesentliche Elemente der Qualitätssicherung sind die Überwachungsstellen, Fremdprüfer und Zertifizierungsstellen. Diese Stellen müssen in einem aufwendigen Zulassungsprozess nicht nur eine ausreichend apparative Ausstattung und sachkundiges Personal nachgewiesen, sondern ebenso über einschlägige Erfahrungen in der gesamten Asphalttechnologie verfügen. Die Anerkennung erfolgte dabei erst nach einer Überprüfung der Voraussetzungen durch das DIBt und wurde formal vom Bayerischen Staatsministerium des Innern durchgeführt.